Unternehmer wegen mutmasslichen Suva-Betrugs vor Gericht

Prozess

Unternehmer wegen mutmasslichen Suva-Betrugs vor Gericht

Zwei Unternehmer müssen sich ab Montag wegen mutmasslichen Betrugs an der Suva in Yverdon VD vor Gericht verantworten. Sie sollen rund 20 dubiose Unfälle gemeldet haben, um ungerechtfertigte Leistungen in Höhe von mehreren Hunderttausend Franken zu erhalten.

Publiziert: 23.01.2023 um 07:08 Uhr

Der Fall des Suva-Betrugs, der ab Montag in Yverdon verhandelt wird, ist nicht der einzige, der in den letzten Jahren die Suva beschäftigt hat. Die Summe der von Privatpersonen begangenen Straftaten schwankt zwischen 12 und 18 Millionen Franken pro Jahr.

Als Leiter verschiedener Unternehmen, die im Bausektor tätig waren, sollen die beiden Chefs diese Unfallmeldungen zwischen 2010 und 2016 für etwa zehn Angestellte oder angebliche Angestellte verschickt haben. Je nach Fall reichten die von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) erhaltenen Summen von rund 1000 Franken bis zu 215’000 Franken.

Die angeblichen Unfälle sollen sich auf Baustellen in der Westschweiz, aber auch während Aufenthalten im Kosovo, dem Herkunftsland der Beschuldigten, ereignet haben. In der Anklageschrift wird mehrfach darauf hingewiesen, dass die Bauunternehmer der Suva offenbar «wissentlich falsche Informationen» über den tatsächlichen Unfallhergang oder die tatsächliche Arbeitsunfähigkeit gegeben haben.