Ukraine-Flüchtlinge verdienen in der Schweiz im Schnitt 4477 Franken

Aus der Ukraine geflüchtete Personen sind hoch motiviert, hierzulande zu arbeiten. Das widerspiegelt sich auch in den Löhnen, wie eine neue Studie zeigt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Schutzsuchende mit dem Status S sind mehr als gewillt, zu arbeiten.
  • Obendrauf bringen die meisten eine gute Ausbildung mit.
  • Das führt zu entsprechenden Löhnen, wie neue Daten zeigen.

Erwerbstätige Schutzsuchende mit dem Status S verdienen in der Schweiz durchschnittlich 4477 Franken. Das zeigt eine Auswertung von Daten aus den Kantonen.

Ausserdem kommt eine vom Staatssekretariat für Migration (SEM) in Auftrag gegebene Studie zum Schluss: Laut Selbsteinschätzung haben die meisten relativ gute Englischkenntnisse und eine gute Ausbildung.

Konkret verfügen 94,5 Prozent über eine nachobligatorische Ausbildung, 70 Prozent haben gar einen tertiären Abschluss (Unis, Fachhochschulen).

Wie viel verdienen Sie?

Hinzu kommt, dass offenbar ein Grossteil der Schutzsuchenden arbeiten möchte. 36 Prozent der Befragten gaben an, auf Stellensuche zu sein, weitere 36 Prozent zeigen sich an einer Arbeit interessiert. 27 Prozent nehmen an einem Beschäftigungsprogramm oder einer Ausbildung teil.

15 Prozent der Schutzsuchenden sind der Umfrage zufolge aktuell erwerbstätig. Wenig überraschend ist, dass der Lohn angesichts ihrer Ausbildung durchschnittlich gut ausfällt.

Das zeigen unabhängig von den Umfragen nämlich auch erstmals konkrete Daten der Kantone. Diese beziehen sich auf die Zeitspanne von Juli bis September 2022: Im Schnitt verdienten die erwerbstätigen Schutzsuchenden 4777 Franken.

Fast Hälfte der erwerbstätigen Schutzsuchenden arbeitet Vollzeit

Bei 24 Prozent wurde ein Bruttolohn zwischen 3000 und 4000 Franken ermittelt. Bei 17 Prozent liegt dieser zwischen 4000 und 5000 Franken. Rund 12 Prozent erzielten laut den Daten ein Einkommen von mehr als 5000 Franken. Nur 14 Prozent verdienten weniger als 1000 Franken.

Im untersuchten Zeitraum betrug der durchschnittliche Beschäftigungsgrad der erwerbstätigen Schutzsuchenden 70 Prozent. Mit 46 Prozent arbeitete fast die Hälfte der Beschäftigten Vollzeit. Nur zwei Prozent der Erwerbstätigen waren Selbstständige.

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