Rundfunk: „Scheißpartei“ – WDR-Moderator erklärt CDU zum Feind

Deutschland Vorwurf der „Hetze“

CDU-Mitglieder im WDR-Rundfunkrat schreiben Brandbrief an Buhrow

Tom Buhrow ist seit 2013 Intendant des WDR Tom Buhrow ist seit 2013 Intendant des WDR

Tom Buhrow ist seit 2013 Intendant des WDR

Quelle: picture alliance/Rolf Vennenbernd/dpa

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Ein freier WDR-Moderator hatte die CDU in einem Video zum Feind erklärt und als „Scheißpartei“ bezeichnet. Jetzt wenden sich die Christdemokraten im Rundfunkrat direkt an den Intendanten – und fordern Konsequenzen.

Die CDU-Mitglieder im WDR-Rundfunkrat haben sich in einem vierseitigen Brandbrief an den Intendanten Tom Buhrow gewandt. Dies berichtet das Nachrichtenportal „Focus Online“, dem der Brief vorliegt. Demnach werfen die Politiker dem Sender unter anderem „Hetze“ gegen ihre Partei vor und stellen mehrere Forderungen an Buhrow.

Geschrieben wurde der Brief von NRW-Vizefraktionschef Gregor Golland, seinen Landtagskollegen Florian Braun und Jan Heinisch sowie den früheren Abgeordneten Kirstin Korte und Eva Vogt. Dem Bericht zufolge kritisieren sie, dass der WDR die Botschaften des Satirikers Jean-Philipp Kindler dulde und ihn weiter als freien Mitarbeiter beschäftige.

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Kindler hatte in der Migrationsdebatte nach den Silvester-Krawallen die CDU zum „Feind“ erklärt. In einem Instagram-Video rief er zur „Radikalisierung gegen diese Scheißpartei“ auf. An dieser Stelle ende „politischer Austausch“, die „Agitation“ habe zu beginnen, sagte er in dem Video. „Ja, das ist Hetze. Dazu will ich aufrufen.“

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Am liebsten würde er sich mit einem Böller einen Mittelfinger absprengen und das Stück dem „beschissenen Konrad-Adenauer-Haus als Ausstellungsstück zur Verfügung stellen“, fuhr der 26-Jährige fort, der als Moderator für den WDR arbeitet, ohne dort fest angestellt zu sein. In dem Video betonte er zudem, dass er den Aufruf zur Hetze „völlig ohne Ironie“

Die CDU-Rundfunkräte schreiben nun, dass „Hetze und der Aufruf zur Radikalisierung gegen eine demokratische Partei“ nicht zum Auftrag des beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehörten. Die Duldung solcher Tiraden schade „dem ohnehin schon in deutliche Schieflage geratenen Ruf“ des WDR. Sie fordern Buhrow dazu auf, den Beweis einer klaren demokratischen Haltung anzutreten.

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Der WDR müsse „Handlungsfähigkeit“ gegenüber derartigen Vorkommnissen und Personen zeigen. Konkret wünschen sich die Verfasser von Buhrow für die kommende Rundfunkratssitzung am 31. Januar eine Stellungnahme dazu, welche Konsequenzen er gegen Kindler gezogen habe.

Außerdem kritisieren die CDU-Politiker, dass der WDR ein Programm des Comedians Moritz Neumeier übertragen hatte, in dem dieser Witze über Pädophilie und Sex mit Kleinwüchsigen machte. Später waren die Szenen aus dem Programm entfernt worden. Die Autoren des Briefes fragen jetzt, welche Qualitätskriterien intern für entsprechende Formate vorgegeben seien und warum diese im konkreten Fall offenbar nicht eingehalten wurden.